StartseiteBilder

Vom Laui-Parkplatz zur Tierwies am 11. August 2018


Die Wegstrecke zum Tierwis und zurück zum Parkplatz Laui.Heute fahren wir nach Wildhaus um von der Ganplütbahn auf den Mutschen zu laufen. Wir sind leider etwas zu spät dran und finden keinen freien Parkplatz an der Bahn. Der Weg zum nächsten Parkplatz ist uns zu weit und wir disponieren um. Wir fahren nach Unterwasser zum Laui-Parkplatz und wollen von hier aus zum Berggasthaus Gamplüt laufen.
Um 10:45 Uhr starten wir in Richtung Wildhauser Schafboden. Unterwegs merken wir aber schnell, dass wir heute eigentlich mehr wollten und uns die kurze Tour nicht zufrieden stellen würde. Wir planen abermals um und entscheiden uns für die Flis-Schafboden-Hütte. Diese liegt ca. 2 Stunden vom Parkplatz Laui entfernt.
Als wir dann nach 0:45 Std. an der Gabelung zur Tierwies ankommen, entscheiden wir uns spontan, eine Tour zu wiederholen, die wir auf den Tag genau vor 18 Jahren und 11 Monaten mit unseren Kindern gemacht haben.

SäntisWir haben bereits 400 Höhenmeter geschafft und fühlen uns fit, die restlichen 600 Höhenmeter zu schaffen. Ausserdem scheint uns alles in greifbarer Nähe zu sein. Der Säntis, welcher noch 1000 m höher liegt als unser momentaner Standort täuscht uns ganz schön. Trotzdem wollen wir es wagen. Der Weg bis hierher war alles andere als schwierig und hat uns bis jetzt keine Mühe gemacht. Die Schafboden-Hütte liegt auf 1729 m und ist für uns jetzt keine Alternative mehr.

Das Wetter ist ideal zum wandern. Es ziehen immer wieder Wolken auf, welche die Sonne leicht verdecken und uns die besten Voraussetzungen schaffen. Die Temperaturen liegen bei etwa 20-22°C. Nach der Abzweigung geht es dann aber los. Der Weg fängt plötzlich an steil zu werden und langsam kommen die Erinnerungen, warum wir damals die Tour als ziemlich anstrengend empfunden haben. Dennoch haben wir Spaß an der Wanderung und laufen dem Ziel entgegen. Auf der linken Seite shen wir immer die Silberplatten, welche wir 1999 als Rückweg gewählt haben.

Wir suchen immer wieder den Weg, den wir damals gelaufen sind, können ihn aber gar nicht ausmachen. Der Blick hinauf zum Säntis (2502 m) ergibt immer wieder ein wechselndes Bild. Mal ist er von Wolken bedeckt und die Spitze ist gar nicht zu sehen, und mal sieht man die Bergstation von Nebel umgeben. Nach ca. 1:40 Std. kommen wir dann an die kleine Kuhhirten-Hütte an, welche auf etwa halber Wegstrecke liegt. Hier oben auf 1680 m sind zahlreiche Kühe und Schafe in dem steilen Gelände zu finden und werden von einer jungen Frau versorgt.

Die TransportbahnDie Kuhhirten werden vom Tal mittels einer Transportbahn versorgt. Diese endet etwas höher und hat eine Abzweigung direkt zur Hütte. Der Wanderweg führt direkt an der Bahn vorbei und bringt uns dann zu dem steinigerem Abschnitt des Wanderweges auf die Tierwies.
Als wir dann weitere 200 m höher aufgestiegen sind, sehen wir immer noch Kühe, die zu der Herde gehören. Erstaunlich, wie weit die Tiere sich hier im Gelände verteilen. Für die Kühe ist das sicherlich hier oben das wahre Paradies.

SchmetterlingMitten auf dem Wanderweg entdecken wir gerade noch rechtzeitig einen Schmetterling. Er sitzt auf einem Stein und macht keinerlei Anstalten sich in Sicherheit zu bringen, als wir dort vorbeilaufen. Fast wären wir drauf getreten und hätten das arme Tier zerquetscht. Laut meinen Recherchen ist das ein Apollofalter. Bis jetzt haben wir so einen schönen Schmetterling in der freien Natur noch nicht gesehen.

SilberplattenDie Silberplatten sind so langsam auf unserer Höhe und lassen erahnen, welchen Weg wir damals gelaufen sind. Jetzt kommen wir auch in das Gebiet, wo die Kletterei über die Felsen beginnt. Die Erinnerung kommt zurück und ich höre unsere Kinder fragen: "Wann sind wir endlich da?" Diese Frage stellen wir uns gerade auch und haben immer noch keinen Blick auf die Hütte. In diesem Bereich sind sehr viele Spalten zu sehen, die in tiefen Abgründen enden. Eine besonders auffälige Spalte ist durch Elektrodraht eingezäunt und dadurch gekennzeichnet. Jeder Fehltritt würde dort tödlich enden.
Nach ca 3 Std. sind wir dann an dem steinigen Feld mit Sicht auf die Hütte. Das war auch damals ein ersehnter Blick aller Beteiligten. Wir müssen zwar immer noch einige Passagen überqueren, aber die Nähe zur Hütte ist jetzt nicht mehr bestreitbar. Mit der Gewissheit, keinen langen Aufstieg mehr zu haben, machen wir unsere ersehnte, aber kurze Vesperpause und steigen dann zur Hütte auf.
SilberplattenHier kehren wir dann ein, trinken unser verdientes Radler, erholen uns ca. 30 Minuten und machen uns wieder auf den Rückweg. An unserem Rsstplatz, wo wir die Vesperpause gemacht haben, hören wir plötzlich einen Steinschlag. Wir suchen nach der Ursache und entdecken eine ganze Herde Steinböcke mit Jungtieren, welche wohl von oben herunter gelaufen sind.
Der Weg hinunter ist genauso lang wie hoch. :-( Unsere Füsse bekommen es zu spüren. Immer wieder verweilen wir in den steilen Passagen um unseren Fußsohlen die notwendige Erholung zu gönnen. Nach 2:30 Std. erreichen wir endlich den lang ersehnten Parkplatz und sind froh, diese ungeplante Tour durchgezogen zu haben.


Fazit: Es war wirklich ein schöner Tag, trotz der Anstrengung. - Wegstrecke: 13,3 km, Aufstieg: 1018 m 3:20 Std., Abstieg: 1018 m 2:30 Std., Pausen: 0:45 Std.

Hier ist die Wegstrecke als Google-Earth File. Einfach herunterladen oder anklicken. Viel Spaß beim Anschauen.


StartseiteBilder