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Wandertour zur Wiesbadener Hütte im Montafon am 05.09.2020


Wir erreichen die Bielerhöhe um 9:15 Uhr und schauen uns am Parkplatz kurz um. Hier am Stausee ist schon reger Betrieb. Bei wolkenlosem Himmel verwundert uns das auch nicht. Es scheint ein wunderschöner Tag zu werden. Wir beschliessen, den Parkplatz direkt an der Staumauer zu nutzen, der bereits komplett gefüllt ist. Am Restaurant Silvretta Haus, ist doch tatsächlich noch ein freier Platz. Wir nehmen unsere Ausrüstung und orientieren uns an den Schildern nach unserer geplanten Route. Diese führt uns durch das Bieltal, einmal um das Hohe Rad (2934 m) herum.

Um 9:30 Uhr laufen wir dann entlang der Ostseite vom Slivretta Stausee in Richtung Hohes Rad. Wir machen ein paar schöne Aufnahmen vom See und den umliegenden Bergen bevor wir dann am Ende des Dammes links hinunter zum Bieltal abzweigen. Auf dieser Route hält sich die Anzahl der Wanderer in Grenzen. Am Parkplatz sah das auf jeden Fall anders aus. Ab und zu schauen wir zurück und sehen den Stausee so langsam hinter dem Hohen Rad verschwinden. Der Weg durch das Bieltal verläuft zunächst flach, bis wir an den Bieltalbach gelangen.

Ab hier steigt der Weg auf den nächsten 3 km um 300 m an. Auf unserer linken Seite sehen wir die Madlenerspitze (2969 m) und direkt vor uns die Gletscher vom Totenfeld (2935 m) und der Haagspitze (3029 m). Rechts von uns liegt der Radsattel, den wir nachher noch überqueren müssen. Der Bieltalbach hat sich hier ein tiefes Bett gegraben, welches teilweise schon als Schlucht bezeichnet werden kann. Die Wassermassen der schmelzenden Gletscher stürzen sich in hohem Tempo hinunter ins Tal zum Vermuntstausee.

Wir sind jetzt 1:30 Std. unterwegs und haben ca. 4,5 km geschafft. Hier ist der Abzweig hinauf zum Radsattel (2652 m). Auf den nächsten 1,2 km steigt der Weg um 350 m an, dann sind wir auf dem höchsten Punkt unserer Route. Der Weg wird nun steiniger und fordert ab und zu eine Verschnaufpause. Auf 2470 m Höhe erreichen wir den kleinen Radsee welcher sich bei diesem Wetter in einer schönen himmelblauen Farbe präsentiert. Wir haben jetzt noch etwa 3 km bis zur Wiesbadener Hütte vor uns.

Etwas weiter oben erwartet uns dann das unwegsamste Stück der Route. Hier überqueren wir ein Geröllfeld und ein kleines Schneefeld. Die Steine sind sehr lose und nass. Auch das Schneefeld ist sehr rutschig, da es bergauf verläuft. Ohne Stöcke ist es schwierig hier hoch zu kommen. Doch mit etwas Vorsicht schaffen wir es natürlich hier hinauf. Oben angelangt verrät uns das Wanderschild, dass es zur Hütte noch 50 Min. sind.

Wir sind hier an der Landesgrenze zum Vorarlberg und Tirol. Wie auch einige andere Wanderer nutzen wir die Gelegenheit am höchsten Punkt eine kurze Vesperpause einzulegen. Die Aussicht ist grandios. Natürlich machen wir auch ein paar schöne Bilder vom Piz Buin (3312 m) und Silvrettahorn (3244 m), die sich uns hier oben zum ersten Mal zeigen.

Es geht nun zunächst etwas über 100 m runter und dann wieder 50 m rauf. Das ist dann der letzte Aufstieg auf der Strecke. Danach verläuft der gesamte Weg nur noch bergab. Wir kommen noch einmal an einem kleinen See vorbei und können von hier aus schon den Silvretta Stausee erkennen. Unser Rückweg führt uns ja am Ostufer entlang. Bis zur Hütte sind es jetzt noch 1,5 km und die verlaufen teilweise sehr steil bergab.

Nach genau 4 Std. incl. Pause erreichen wir die Wiesbadener Hütte. Die Terasse ist komplett besetzt und wir sind gezwungen uns drinnen einen Platz zu suchen. Im Grunde genommen sind wir froh, nicht in der prallen Sonne sitzen zu müssen. Nach einer guten Stunde machen wir uns dann auf den Rückweg.

Die ersten 2 km sind wieder etwas steil. Der Wanderweg ist die Versorgungsstraße der Hütte und verläuft gleichmäßig hinunter auf eine Höhe von 2150 m. Die nächsten 2 km sind dann wesentlich flacher und machen einen Höhenunterschied von nur noch 100 m aus. Auf der rechten Seite kommen wir immer wieder an kleinen Bächen und Wasserfällen vorbei, die vom Hohen Rad herunterfliessen.

Am Ufer angelangt haben wir noch ca. 3 km bis zum Parkplatz vor uns. Da das Wetter immer noch sehr schön ist, suchen wir uns am See noch ein tolles Plätzchen auf einer Bank und geniessen die angenehme Ruhe am Wasser. Wir verweilen hier etwa 30 Min. bevor wir dann das letzte Stück zum Parkplatz laufen. Unterwegs kommen wir dann noch an einem riesigen Wasserfall vorbei, der unter einer Brücke in den See geleitet wird. Hier bleibt jeder Wanderer für ein paar Aufnamen stehen. Um 16:45 Uhr sind wir dann endlich am Parkplatz. Es war eine sehr schöne Tour.

Hier ist die Wegstrecke als Google-Earth File. Einfach herunterladen oder anklicken. Viel Spaß beim Anschauen.

Wegstrecke 15,3 km, Aufstieg 730 m, Abstieg 730 m, Zeit ohne Pause 5:45 Std.

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