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Wanderung zur Sardona-Hütte im Calfeisental am 04.07.2020


Vor fast genau 10 Jahren sind wir diese Tour schon einmal gelaufen. Heute sind wir aber 1 Stunde früher dran und erreichen um 8:45 Uhr den Gigerwaldsee. Um Punkt 9:00 Uhr fahren wir dann die einspurige Straße nach St. Martin. Das kleine Dorf liegt auf 1385 m Höhe. Auf dem Parkplatz stehen bereits ein paar Autos, es ist aber noch genügend Platz für weitere Fahrzeuge vorhanden. Auf der anderen Flussseite liegt die kleine Ortschaft St. Martin. Die kleine Kirche und die paar Häuser stammen aus dem 14. und 15. Jahrhundert. St. Martin ist aber seit 1652 nicht mehr bewohnt.

Wir ziehen unsere Wanderschuhe an, nehmen unsere Rucksäcke und machen uns auf den Weg zur etwa 8 km entfernten Sardonahütte (2158 m). Der Weg verläuft anfangs durch den Wald und steigt auf 1,8 km um 200 m an. Es ist leicht bewölktund daher für den ersten Anstieg sehr angenehm. Unser Weg verläuft nördlich der Tamina und bietet uns immer wieder ein paar Blicke in die Schlucht hinunter. Die Brücken über den Fluss sind alle ziemlich neu. Es war sicherlich sehr mühsam in dem unwegsamen Gelände diese zu ersetzen. Auf dem Rückweg werden wir einige überqueren.

Nach etwa 2.5 km erreichen wir eine Gabelung der Tamina und bekommen einen Eindruck der Naturgewalten. Hier ist ein großes Stück Wald komplett abgerodet. Vermutlich hat ein großer Sturm oder das hinunterrasende Wasser zahlreiche Bäume umgerissen und hinuntergespült. Etwas weiter blicken in Richtung Ziel, und bekommen leider noch in Wolken versunkene Umrisse der Berge zu sehen, aber es ist ja noch früh und die Sonne ist noch nicht am höchsten Punkt.

Nach etwa 1:45 Std erreichen wir die Sardonaalp (1745 m). Es ist kurz vor 11 Uhr und 2 Gäste geniessen bereits ihre Pause. Für unsere Pause ist es noch zu früh und wir laufen über die Tamina-Brücke und auf der Südseite weiter in Richtung Sardonahütte. Auf der Süd- und auch Nordseite bekommen wir immer wieder Wasserfälle zu sehen. Sie beginnen weit oben, fallen teilweise 200 m tief hinunter und fließen dann in die Tamina. Das kommt einigenden Gegenden in Kanada gleich. In British Columbia konnten wir bereits so schöne Naturschauspiele bewundern.

Von Weitem können wir bereits die Sardonahütte sehen, doch der Weg hinauf bedeutet noch einmal 400 Höhenmeter. Seit der Sardonaalp ist es vorbei mit Wald und Schatten, aber noch ist die Sonne immer wieder durch Wolken verdeckt. Der Weg verläuft hier schmal über die Alm an Kühen vorbei. Wir kreuzen ab und zu den den Ablauf der Wasserfälle und laufen sogar über 2 Schneefelder. Kurz vor dem letzten Aufstieg zur Hütte machen wir dann eine kleine Vesperpause und geniessen den Blick ins Tal in Richtung Sardonaalp.

Nach etwa 20 min. geht es dann weiter, der letzte Anstieg zur Hütte. Dazu müssen wir noch ein paar Meter hinunter um den letzten Ablauf eines Wasserfalls zu überqueren. Hier ist eine Brücke aus Metall, welche gerade vor 2 Wochen, nach den Wintermonaten, installiert wurde. Die Brücke wird zum Schutz vor Lawinen, jedes Jahr vor dem Winter abgebaut und nach der Schneeschmelze wieder installiert.

Auch hier ist noch viel Schnee in dem Graben, welcher vom herunterfliessenden Wasser langsam geschmolzen wird. Jetzt sind es noch etwa 80 Höhenmeter und dann sind wir endlich oben. Nach 3:15 Std haben wir das Ziel erreicht.

Die Hütte wird gerade renoviert. Es werden neue Schindeln aufgebracht. Wir bekommen noch Platz an einem Tisch angeboten und geniessen hier oben etwa für 1,5 Std. den schönen Ausblick bevor wir dann den Rückweg antreten. Der Weg bis zur Sardonaalp ist der gleiche, aber ab dort laufen wir auf der Südseite an zahlreichen Wasserfällen vorbei.

Die Sardonaalp erreichen wir nach etwa 1:10 Std. Nun laufen wir aber nicht über die Brücke, sondern bleiben auf dem Weg geradeaus. Ab hier bekommen wir alle paar Minuten einen anderen Wasserfall zu sehen. jetzt kommen wir auch an die neuen Holzbrücken kreuzen immer wieder den Ablauf der Wasserfälle. Es ist unglaublich, wieviel Wasser hier unaufhaltsam die Berge hinab stürzt.

Inzwischen hat die Sonne ihre Kraft bewiesen und die Wolken über den Bergen vertrieben. So bekommen wir auch noch den Gletscher beim Piz Sardona (3056 m) in voller Pracht zu sehen. Der Weg auf der Südseite ist wesentlich schöner, als der Weg ducrh den Wald auf der Nordseite, aber es sind noch einmal 200 Höhenmeter, die man bewältigen muss. Es gibt dann noch einen Abzweig, der noch eine halbe Stunde länger bis zum Parkplatz ist. Dieser Weg verläuft dann noch näher an den Wasserfällen als der Weg, den wir heute gelaufen sind. Er soll noch schöner sein, haben wir erfahren. Beim nächsten mal werden wir sicherlich diese Variante wählen.

Die Wasserfälle waren aber auch auf unserem Weg auch nah genug und bieten sehr schöne Fotomotive. Inwieweit sich die Wasserfälle weiter oben noch fotografieren lassen, bleibt abzuwarten. Ich werde dann, in der nächsten Tour dorthin, berichten. Die 16 km waren uns auch genug an diesem Tag.

Hier ist die Wegstrecke als Google-Earth File. Einfach herunterladen oder anklicken. Viel Spaß beim Anschauen.

Wir haben die 1000 Höhenmeter und 16,5 km in 6:15 h absolviert.

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