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Sardona-Hütte im Calfeisental (26. Juni 2010)


Der Gigerwaldsee liegt im Calfeisental und gehört zur Gemeinde Pfäfers im Kanton St. Gallen. Von Konstanz aus benötigt man etwa 2 Stunden um an den Stausee zu gelangen. Im halbstündigen Rhythmus wird der Autoverkehr für die Weiterfahrt zur kleinen Walsersiedlung nach St. Martin geregelt. Von der Staumauer aus darf man immer ab der vollen Stunde bis 20 Minuten nach der der jeweiligen Stunde den Weg passieren. Man benötigt für den Weg nach St. Martin maximal 10 Minuten und somit wird auf der anderen Seite der Weg immer zur halben Stunde für den gleichen Zeitraum freigegeben.

Um 10 Uhr sind wir in St. Martin und schauen uns das kleine Dörfchen an, welches aus 3 Häusern und einer Kirche besteht. Anschließend gehen wir wieder runter zum Parkplatz und ziehen unsere Wanderschuhe und die Rücksäcke an. Es ist 10:20 Uhr, als wir von St. Martin (1385m) starten. Das Wetter ist sehr warm und der Himmel ist fast wolkenfrei. Wir haben etwa 27° C. Der Weg ist zunächst eben und wird teilweise auch von Anwohnern befahren. Das erste Ziel ist die kleine Alphütte Sardona beim Rothusboden.
Sie liegt auf 1748m Höhe und ist in 1 Stunde und 40 Minuten zu erreichen. Wir machen hier eine 5-minütige Pause und gehen dann auf der anderen Seite des Baches, weiter zur Sardona-Hütte 2158m. Laut Wegweiser ist die Hütte nur 1 Stunde und 20 Minuten von hier entfernt. Wir haben also schon über die Hälfte der Strecke geschafft. Das Wandergebiet ist hier wirklich sehr schön, und es gibt reichlich Abwechslung. Mal läuft man auf Wiesen, mal muss man die Schmelzwasserbäche überqueren und dann geht es auch teilweise ziemlich steil hinauf. Auf beiden Seiten bietet sich ein tolles Panorama

und lädt zum fotografierten ein.

Auch die Murmeltiere machen sich hier und da durch ihr lautes Pfeifen bemerkbar. Diesmal fällt es uns auch nicht schwer, sie ausfindig zu machen. Kurz vor der Sardona-Hütte müssen wir dann das steilste Stück hinauf laufen um an unser Ziel zu gelangen. Wir überqueren am Ende noch ein Schneefeld, unter welches sich das Schmelzwasser zu einem reißenden Bach hindurch wühlt. Die Leute vom SAC (Schweizer Alpen Club) sind gerade dabei, die Brücke über diese Stelle alljährlich aufzubauen. Im Winter wird sie immer entfernt, da die Schneemassen hier so hoch sind, und die Gefahr besteht, dass die Brücke zerstört wird. An der Hütte treffen wir sie bei ihrer Mittagspause alle an.

Nach knapp 3 Stunden haben wir endlich die Hütte erreicht und genießen unsere Mittagspause bei einem kühlen Bier. Als die Arbeiter ihre Pause beendet haben, sind wir hier außer dem Personal nur noch alleine hier und machen uns dann auch bald auf den Rückweg. Diesmal wollen wir aber ab der Alphütte nicht wieder über den Bach und dann den gleichen Weg laufen, sondern einfach auf dieser Seite weiter über die Wiesen und Weiden laufen (blaue Linie). Der Weg ist landschaftlich noch viel schöner, als der Feldweg auf der anderen Seite, dafür ist der Rückweg etwas länger. Für den Abstieg von der Sardona-Hütte wählen wir den "alten Weg", welcher etwas steiler, aber insgesamt kürzer ist. Somit sind wir nach etwa 1 Stunde und 10 Minuten wierder an der Alphütte Sardona

Als wir an der Alphütte angekommen sind erzählt uns die Wirtin, dass Sie auf 230 Stück Vieh wartet, welche auf der anderen Seite auf dem Berghang hinuntergetrieben werden. Kurz darauf können wir auch schön die Herde hören, welche sich durch ihre Kuhglocken laut bemerkbar macht. In hohem Tempo rennen sie die Wiese hinunter und sind durch nichts aufzuhalten. Es ist für uns höchste Aufmerksamkeit geboten und wir laufen schon ein Stück weiter, damit wir Ihnen nicht in die Quere kommen. Nach wenigen Sekunden haben sie dann genügend Auslauf auf der Wiese gefunden und die Situation entspannt sich.
Der Weg führt uns an viele Wasserfälle vorbei und wir müssen teilweise wieder bergauf laufen. Da wir uns hier auf der Nordseite bewegen, ist der Weg auch sehr matschig. Von der Alphütte aus, benötigen wir dann etwa 2 Stunden bis zum Parkplatz. Insgesamt waren wir 6 Stunden (ohne Pausen) unterwegs und haben etwa 1000 Höhenmeter bewältigt.

Hier ist die Wegstrecke als Google-Earth File. Einfach herunterladen oder anklicken. Viel Spaß beim Anschauen.

Es war zwar sehr anstrengend bei der Hitze, aber es war eine sehr schöne Tour.

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