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Tour über den Mutschensattel zum Zwinglipass / Schweiz am 10.07.2019


Tour über den Mutschen 2019 Gamplüt bei Wildhaus war schon einige Male der Ausgangspunkt für unserer Wanderungen. Wir sind bereits im April 2017 und im Mai 2018 hier gewandert. Aufgrund der damals noch vorhandenen tiefen Schneefelder war es aber nicht möglich, über den Mutschen zum Zwinglipass zu laufen. Heute waren die Verhältnisse aber anders.

Um 9:30 Uhr starten wir am Parkplatz der Gamplütbahn-Talstation (1084m) und laufen den Flürentobel hinauf. 2018 war der Tobel gesperrt, da hier ein Sturm einige Bäume umgerissen und die Wege versperrt hatte. Die ersten 300 Höhenmeter schaffen wir in 45 min. Oben angekommen, gönnen wir uns eine kleine Trinkpause, bevor wir den Weg weiter über die Alp Tesel zum Mutschensattel (2069m) laufen. Das Wetter ist ideal für eine Wanderung. Es hat 19° C und die Sonne versteckt sich immer wieder hinter den Wolken. Der flache Weg zur Alp Tesel dauert nur 15 Minuten. Ab da geht es dann stetig bergauf. Hier liegen auch bereits die ersten Schneefelder links und rechts. Aber davon werden wir noch einige überqueren müssen. Ein Blick zum Mutschen lässt uns schon erahnen, dass die nächsten 650 Höhenmeter anstrengend werden, zumal das letzte Stück zum Mutschensattel ziemlich steile Teilstrecken hat.

Inzwischen hat das Wetter sich stark verändert. Die Sonne ist kaum noch zu sehen und von Südwesten ziehen Wolken herein. Sie verdecken die Berge links und rechts von uns und lassen uns erahnen, dass wir oben auf dem Mutschen (2124 m) wohl kaum eine gute Sicht ins Rheintal erwarten dürfen.

Der Weg hinauf zieht sich ganz schön in die Länge und wir halten öfter an um uns von den Anstrengungen zu erholen. Nach etwa 3 Stunden inkl. Pausen sind wir ca. 100 m unterhalb des Mutschen-sattels. Die Anzahl der Wanderer, die wir an diesem Tag gesehen haben, hält sich in Grenzen. Man merkt schon, dass es kein Wochenende ist und noch keine Ferien hat.

Für die letzten 100 Meter zum Sattel benötigen wir zwar knappe 30 Minuten, liegen aber sehr gut in der vorgegeben Zeit. Diese war mit 3:10 h vom Tobel bis zum Sattel ausgeschrieben, und wir haben mit 2 längeren Pausen 3:30 h benötigt.Um ca. 13:00 Uhr erreichen wir den Mutschensattel und sind froh, den anstrengensten Teil hinter uns gebracht zu haben.

Der Weg hinauf zum Mutschen ist mit 10 Minuten ausgeweisen, aber man schafft es auch in 4 Minuten. Oben angekommen ist man froh, das Etappenziel erreicht zu haben, aber wie schon beschrieben, ist man enttäuscht, wenn einem der grandiose Blick ins Rheintal verwehrt bleibt.

Auch hier machen wir nur eine kurze Trinkpause und laufen dann weiter zum Zwinglipass. Der Weg ist mit 40 Minuten ausgeschildert, verläuft leicht bergauf und ist eine wahre Erholung. Immer wieder schauen wir auf die Wolken und hoffen, dass wir vielleicht noch einen schönen Blick auf den Fählensee und Altmann bekommen. Im Momenmt spricht allerdings alles dagegen.

Auf dem Bergkamm angekommen, schauen wir durch dichte Wolken ins Tal hinunter und versuchen einen Blick vom Fählensee und Bollenwees zu erhaschen. Für Sekunden verschwinden immer wieder die Wolken, aber ein klarer Blick hinunter ist nicht möglich. Wir laufen weiter zum Zwinglipass (2012m) und tatsächlich wird die Sicht besser. Auch der Altmann ist teilweise komplett zu sehen und stellt sich unseren Aufnahmen. Wir kehren dann in der Zwinglipasshütte ein und gönnen uns ein Radler, bevor wir unseren Rückweg antreten. Dieser ist mit 2:20 h ausgewiesen. Der Weg führt uns über die Chreialp und weiter zum Abstieg Nähe der Transportbahn. In etwa 1 Stunde sind wir wieder an der Alp Tesel und haben es bald geschafft.

Unterwegs essen wir noch unsere Vorräte und laufen entspannt zum Tobeleingang. Die letzten 30 Minuten den Tobel herunter spüren wir in den Knien und an den Füßen. Wir lassen es aber gemütlich angehen und sind froh, endlich wieder am Auto zu sein.
Das war eine anstrengende Wanderung mit 15 km Wegstrecke, 1140 Höhenmeter und 8,25 Stunden incl. Pausen.

Trotz der schlechten Sicht waren wir uns einig, dass es doch eine sehr schöne Tour war. Wir hoffen bei einer Wiederholung mehr Glück zu haben.

Hier ist die Strecke zum Blue Lake als Google-Earth File. Einfach herunterladen oder anklicken. Viel Spaß beim Anschauen.


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