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Gletscherlehrpfad und Marteller-Hütte (26. Juni 2011)


Für heute haben wir uns einen Rundweg, den Gletscherlehrpfad an der Zufallhütte herausgesucht. Wir fahren zur Enzianhütte (1)(2060m) und parken unser Auto auf dem großzügig angelegten Parkplatz. Nach der Anzahl der schon hier stehenden Fahrzeuge zur urteilen, ist heute wieder so ein Tag, an dem alle unterwegs sind um die Sonne zu geniessen. Wir bekommen aber noch einen freien Platz und machen uns, schon reichlich spät, um 11:25 Uhr, auf den Weg zur Zufallhütte (2240m).
Eigentlich wollten wir ja auch nur eine kleine Wanderung machen und uns ein wenig von den 2 Touren an den beiden Vortagen, erholen. Wir laufen den, auf der rechten Seite ausgeschilderten etwas steileren Weg, an dem Bach entlang hinauf zur Zufallhütte (2). Dieser Weg ist von der Landschaft her viel schöner, als der auf der Straße geführte Weg, welcher links ausgeschildert ist. Ausserdem ist er nicht so belaufen, wie der andere Weg. Wir erreichen nach knapp 40' die Zufallhütte und wundern uns nicht über die Massen, die heute

zunächst das gleiche Ziel hatten, wie wir. Das Panorama hier oben, auf die Zufallspitze, den Wasserfall, und die Rotspitze machen das pausieren um so angenehmer. Wir lesen etwas über die Geschichte der 2 Weltkriege und über die Tradition dieses Fleckchen Erde, welches die Italiener hier auf schönen Lehrtafeln 2-sprachig präsentieren. Erstaunlich, was unsere Ahnen alles leisten mussten.

Zufallhütte Unsere Pause dauert etwa 40', bis wir uns entschliessen, doch noch ein Stück weiter, bis zur Staumauer (3) zu laufen und uns dort ein wenig umzusehen. Die Staumauer ist sehr einfach aufgebaut und besteht aus aufeinander gestapelten losen Steinen. Sie hält das ins Tal fliessende Gletscherwasser von der Zufallspitze (3757m) auf und hatte in der Vergangenheit wahrscheinlich eine größere Bedeutung. Hier entschliessen wir uns dann, den kompletten Lehrpfad zu laufen und machen uns dann zunächst auf den Weg hinauf zur Marteller-Hütte (2610m).

Der Weg führt auf dem Lehrpfad nach links, der Staumauer entlang in Richtung Wasserfall. Unterhalb des Wasserfalls laufen wir dann ein sehr steiles Stück hinauf zum Fuße der Rotspitze (3033m). Der Wasserfall Wir überqueren einige kleine Schneefelder und müssen teilweise auch klettern um den Weg nach oben zu schaffen. Endlich sind wir

dann beim Wasserfall (4) angekommen und laufen noch ein Stück in Richtung Gletscher unterhalb der Veneziaspitze (3386m). Dann zweigt der Weg nach rechts ab und führt uns über einen kleinen Anstieg zur Marteller-Hütte (5) 2610m). Auch hier geniessen schon einige Wanderer das Panorama und relaxen in der Sonne. Allerdings ist es nicht so voll, wie bei der Zufallhütte. Wir erfahren, dass sich auf der Zufallspitze noch ein paar Bergsteiger befinden und können diese sogar bei ihrem Rückmarsch mit dem Fernglas ausmachen.

Die Marteller-Hütte Von der Zufallhütte bis zur Marteller-Hütte haben wir 2h 10' gebraucht. Nun gönnen wir uns noch eine ausgiebige Pause und laufen nach 1h 15' wieder hinunter ins Tal. Der Weg führt direkt an der Marteller-Hütte hinunter und verläuft ähnlich steil, wie der Aufstieg zum Wasserfall. Auch hier laufen wir über rutschige Schneefelder und müssen an einigen Stellen wieder etwas klettern. Dennoch waren wir uns einig, dass der Weg am Wasserfall für den Aufstieg besser geeignet war als dieser. Nach etwa 1h 10' sind wir wieder auf gleicher Höhe (6) mit der Zufallhütte und haben das meiste geschafft. Noch etwa 20' laufen wir an der kleinen Schlucht entlang, in der sich das Gletscherwasser den Weg nach unten zum Zutrittsee sucht. Um genau 17:40 Uhr sind wir wieder am Parkplatz (7) und froh darüber, doch noch etwas mehr an diesem Tag unternommen zu haben, als geplant.

Hier ist die Wegstrecke als Google-Earth File. Einfach herunterladen oder anklicken. Viel Spaß beim Anschauen.

Wer einmal hierher kommt, sollte die Tour auf jeden Fall machen. Es lohnt sich wirklich!


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